100 % Neuseeland. 0 % Sirup. Die neuen EU-Honigregeln holen uns endlich ein.
100 % Neuseeland. 0 % Sirup. Die neuen EU-Honigregeln holen uns endlich ein.
Ab dem 14. Juni 2026 muss jedes in Frankreich verkaufte Honigglas alle Herkunftsländer des Honigs nennen — nach Gewicht geordnet, mit Prozentangabe je Land (±5 % Toleranz). Das schwammige Etikett „Herkunft EU / Nicht-EU" ist Geschichte.
Für uns ändert sich nichts. Unsere Gläser nennen seit jeher nur ein Land. Neuseeland. Und unser Honig hat nur eine Zutat. Manuka.
Die Zahlen, die die Regel ausgelöst haben
Eine Untersuchung der Europäischen Kommission analysierte 320 Proben von Honig, der in die EU eingeführt wurde. Rund die Hälfte stand unter Betrugsverdacht — meist gestreckt mit billigen Zuckersirupen.
- 74 % des Honigs aus China — als verdächtig eingestuft
- Fast 100 % aus der Türkei
- 100 % der aus dem Vereinigten Königreich importierten Proben in der Studie
Diese Gläser stehen in europäischen Supermärkten, gemischt mit EU-Honig und unter beruhigenden „EU / Nicht-EU"-Etiketten verkauft. Die neue Verordnung, Umsetzung der EU-Frühstücksrichtlinie von 2024, beendet diese Unklarheit.
Was sich auf dem Etikett ändert
Vorher: „Mischung von Honig mit Ursprung und nicht mit Ursprung in der EU."
Nachher: „Mischung von Honig — China 62 %, Ukraine 25 %, Spanien 13 %." (±5 %)
Zum ersten Mal sehen Sie, woher Ihr Honig wirklich stammt.
Wo wir längst standen
Unsere Lieferkette wurde nach der umgekehrten Logik aufgebaut:
- Mono-Herkunft. Jedes Glas ist 100 % Neuseeland. Keine Mischungen, kein Sirup, keine Grauzone.
- Vom Bienenstock ins Glas. Jede Charge ist mit einer konkreten Erntezone und Imkerei verknüpft und wird vor dem Export in Neuseeland abgefüllt.
- Unabhängig zertifiziert — der Punkt, den die EU-Regeln noch immer nicht regeln, und wo echte Qualität entsteht.
UMF und MGO: die Siegel, die wirklich etwas bedeuten
- UMF (Unique Manuka Factor) — vergeben von der unabhängigen UMF Honey Association in Neuseeland. Die Werte 5+, 10+, 15+, 20+, 24+ messen die bioaktiven Stoffe, die nur Manuka-Honig enthält.
- MGO (Methylglyoxal) — eine direkte Labormessung (mg/kg) des Wirkstoffs hinter der antibakteriellen Kraft von Manuka. Höherer MGO = höhere Wirkstärke.
Beide werden Charge für Charge in akkreditierten Laboren geprüft. Ein Glas ohne UMF- oder MGO-Wert liefert keinen Nachweis seines Inhalts.
So lesen Sie ein echtes Manuka-Etikett
- Ein UMF-Wert und/oder ein MGO-Wert
- Herkunftsland: Neuseeland — und nur Neuseeland
- Abgefüllt in Neuseeland
- Eine Chargennummer, die auf eine konkrete Ernte verweist
Fehlt einer dieser vier Punkte, fragen Sie nach.
Fazit
Die Verordnung vom 14. Juni 2026 reißt den Vorhang vor einem Markt herunter, der sich zu lange hinter vagen Etiketten versteckt hat. Etikettierung ist der Boden — unabhängige Zertifizierung ist die Decke.
Mono-Herkunft Neuseeland, unabhängige UMF- und MGO-Tests, Chargennummer auf jedem Glas. Die Regeln holen auf. Wir waren von Anfang an bereit.